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Erhöhte Cholesterinwerte – was Ihre Ernährung wirklich bewirken kann
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Ernährung

Erhöhte Cholesterinwerte – was Ihre Ernährung wirklich bewirken kann

4. März 2026

Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin – und nicht alles, was Sie gegessen haben, ist schuld. Wir erklären, was die Werte bedeuten und wie Ernährung gezielt helfen kann.

„Ihr Cholesterin ist zu hoch" – das hören wir öfter als uns lieb ist. Doch was bedeutet das eigentlich? Cholesterin ist ein lebenswichtiger Stoff, den unser Körper selbst produziert. Das Problem entsteht erst, wenn bestimmte Formen davon im Übermaß vorhanden sind.

LDL, HDL und Triglyzeride – die drei wichtigsten Werte

LDL-Cholesterin (das „schlechte") lagert sich in Gefäßwänden ab und fördert Arteriosklerose. Zielwert je nach Risikoprofil: unter 100–130 mg/dl, bei Hochrisikopatienten sogar unter 70 mg/dl.

HDL-Cholesterin (das „gute") transportiert Cholesterin zurück zur Leber. Je höher, desto besser – Frauen sollten über 50, Männer über 40 mg/dl liegen.

Triglyzeride sind Blutfette, die der Körper als Energiereserve speichert. Erhöhte Werte (über 150 mg/dl) entstehen häufig durch Übergewicht, zu viel Zucker und Alkohol – oft unabhängig vom Cholesterin. Ab 500 mg/dl steigt das Risiko für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung deutlich. Zielwert: unter 150 mg/dl, bei Herzpatienten unter 100 mg/dl.

Was Ernährung wirklich bewirkt

Ernährung beeinflusst die Cholesterinwerte – aber weniger dramatisch als oft angenommen. Etwa 70–80 % des Cholesterins produziert der Körper selbst. Dennoch: Eine angepasste Ernährung kann das LDL um 10–20 % senken.

Was tatsächlich hilft: Gesättigte Fettsäuren reduzieren (Butter, Wurst, Käse, Fertigprodukte), stattdessen ungesättigte Fette bevorzugen (Olivenöl, Nüsse, Avocado, fetter Fisch wie Lachs oder Makrele). Ballaststoffe erhöhen – Haferflocken, Hülsenfrüchte und Gemüse binden Cholesterin im Darm. Transfette meiden (Fast Food, industriell gehärtete Fette) – sie erhöhen LDL und senken gleichzeitig HDL.

Wann reicht Ernährung nicht aus?

Bei genetisch bedingtem erhöhtem Cholesterin (familiäre Hypercholesterinämie) oder in Kombination mit anderen Risikofaktoren wie Diabetes, Rauchen oder bestehenden Herzerkrankungen reicht die Ernährungsumstellung allein meist nicht. Dann kommen Statine oder andere Medikamente ins Spiel – kein Zeichen von falscher Ernährung oder Versagen, sondern sinnvolle Medizin.

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Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Cholesterinwerte sollten immer im Gesamtkontext Ihrer Gesundheit bewertet werden. Sprechen Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin an – wir schauen gemeinsam auf Ihr persönliches Risikoprofil.

Möchten Sie Ihre Cholesterinwerte kennen oder besprechen? Kommen Sie in die Praxis Germendorf – ein einfacher Bluttest genügt, und wir erklären Ihnen alles Schritt für Schritt.

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